Kein Ende der antisemitischen Demonstrationen

Vergangenen Samstag demonstrierten in Nürnberg erneut rund 100 – überwiegend linke – Feinde Israels in Nürnberg. Aufgerufen hatten die MLPD, verschiedene türkische Arbeiterparteien und Andreas Gründwaldt (Vors. IG-Bau), der auch die Eröffnungsrede hielt.
Grünwaldt zog eine direkte Parallele vom Überfall der Deutschen auf Polen und dem „Überfall“ Israels auf den Libanon. Auch damals hätte die ganze Welt geglaubt, die Deutsche Radiostation sei von Polen überfallen worden. So würden heute alle glauben, die israelischen Soldaten wären von der Hezballah entführt worden.
Er wehrte sich dagegen Hamas und Hezballah als „Terrororganisationen“ zu bezeichnen, vielmehr seien sie antifaschistische „Widerstandsorganisationen“.
Weiterhin forderte er in seiner antiisraelischen Hetztirade die „nationale Selbstbestimmung“ der Araber, was natürlich nichts anderes als „Juden raus aus Arabien“ meint.
Die arabische Kultur wurde ins Höchste gelobt und dabei selbstverständlich kein Wort über die Realität von Homosexuellen und die Situation von Frauen im Islam verloren.
In dem Aufruf wurde dann auch das Bild einer kopftuchtragenden Frau, die ein schreckliches Bild von einem zerfetzten Kind in die Luft hält, gezeigt:

hXXp://www.rf-news.de/plonerfnews/2006/kw34/Antikriegsdemonstration%20Bayern_Flugblatt.pdf#search=%22pal%C3%A4stina%20libanon%20n%C3%BCrnberg%202.september%22

(Link entschärft – die X einfach durch t ersetzen)

Übr die Querfront aus Islam und deutscher Linken ist von Lafontaine genug gesagt worden, die Realtität auf der Straße hat es an diesem Tag bestätigt.
Mit der Anwesendheit von palästinensischen und libanesischen Staatsfahnen, sowie von verschleierten Frauen, hatten dann die Anwesenden Autonomen, die sich doch sonst auf jeder Antifademo über israelische Fahnen – mit der Begründung sie wären gegen alle Staatsfahnen – empören, keine Probleme.
Wenn es um die Verherrlichung und Verteidigung von Judenmord geht, müssen die Herren und Damen Autonomen eben Kompromisse eingehen…

Wir haben übrigens das gleiche, wie das Letzte Mal gemacht: uns an der gleichen Stelle positioniert, die Poliziei hat uns abgedrängt, der Demozug blieb kurz stehen und rief uns „Nazis Raus“ zu und nachdem er dann weitergezogen war, wurden wieder unsere Personalien aufgenommen. Zum Abschluss haben wir dann noch ein paar Israelfahnen von der K4 Dachterrasse herunter gehängt, als der Demozug dort vorbeikam.

Fotos folgen evtl. noch.