Ein Gläschen Yarden Wein auf den israelischen Golan

Häresie aus Zeiten der Heiligen Al Aksa Intifada

28. Februar 2007
19:30 Uhr
Kulturladen Nord (Wurzelbauerstraße 29)
Nürnberg

Vortrag und Diskussion
mit Karl Selent

Häresie aus Zeiten der Heiligen Al Aksa Intifada ist, was der Referent in dieser Veranstaltung präsentiert. Er kauft bei Juden auf dem israelischen Golan, verteidigt die Siedler von Hebron und macht, laut Micha Brumlik, den Medienberater für Ariel Sharon und Slobodan Milosevic. Selent weiß von PLO-Bomben gegen Antizionisten und verrät die exakte (!) Zahl der Jungfrauen, die den palästinensischen Märtyrer im Paradies erwarten. Vom Massaker in Sabra und Shatila will er nichts hören – berichtet jedoch über das zweite, das vergessene Massaker in den beiden Flüchtlingslagern, bei dem „wahrscheinlich noch mehr palästinensische Zivilisten als beim ersten Sabra-Shatila-Massaker ermordet wurden“. (Udo Steinbach: Der Nahe und Mittlere Osten. Opladen 1988 S.675). Für die historischen arabischen Friedensbanditen Palästinas findet er adäquate Worte, den Kosovo-Palästinensern dagegen würde er gerne mal Arkan den Tiger zeigen. Er hat über den ersten Toten im virtuellen Cyber-Jihad zu berichten und bietet dem Leser – aus sicherer Entfernung – einen Blick ins Lager des „Humanitären Interventionismus“, wo propalästinensische radikale Linke als Protagonisten einer deutsch-europäischen „Friedenstruppe“ für Nahost sich betätigen. Daher gibt es über linksradikale Walserisierung und Finkelsteinerei zu berichten, aber dies nicht allein in der radikalen Linken, sondern auch beim Lieblingskind der deutschen Medien, der israelischen Friedensbewegung. Wider den Geschichtsrevisionismus verteidigt der Autor die Erkenntnis, daß der Nahostkonflikt nur im Zusammenhang mit dem Antisemitismus und dem Holocaust zu verstehen ist. Er beschreibt die Verbindungen der frühen arabischen Nationalbewegung Palästinas zum Dritten Reich. Schon den Aufstand von 1936 bis ’39 betrieb die Bewegung mit italienischen Waffen und deutschem Geld. Die Verstrickung ihres Führers, des Muftis von Jerusalem, in den Holocaust ist bekannt. Selent aber weiß von weiteren, kaum oder gar nicht bekannten palästinensischen Nazi-Kollaborateuren. Er verweist auf die palästinensische Bodentruppe der deutschen Luftwaffe im Irak von 1941 und outet den ersten militärischen Ausbilder des Yasser Arafat: einen Wehrmachtsoffizier. Wer hat die Fatah gegründet? Langjährig zuverlässige Parteigänger des Muftis von Jerusalem. Wer formierte PFLP und DFLP, den vorgeblich „marxistischen“ Flügel der PLO? Die Brut, die in den fünfziger Jahren zu den arabischen Freunden des Dritten Reichs aufgeblickt hatte. Zu wem blicken sie heute auf? Zu ihrem historischen Helden, dem Nazi-Kollaborateur Abdel Kader al-Hussaini. Wer verehrt und idealisiert noch heute die arabischen Führer Palästinas, die es mit Adolf Hitler gehabt haben? Die offizielle Autonomiebehörde der palästinensischen Gebiete.

Karl Selent studierte an der Komsomolhochschule in Moskau Sowjetmarxismus und ist Diplom Sozialwissenschaftler.


9 Antworten auf “Ein Gläschen Yarden Wein auf den israelischen Golan”


  1. 1 Administrator 22. Februar 2007 um 0:59 Uhr

    achja, bevor jemand „ZENSUR“ schreit:

    Das hier ist mein Blog, und ich zensiere selbstverständlich, was habt ihr denn gedacht. Es gibt genügend Seiten, auf denen antizionistisches Geplapper veröffentlicht wird. Ihr könnt euch gerne aufregen, aber davon wird hier auch nichts demokratisch.

    Diejenigen, die gemeint sind, verstehen es schon.

  2. 2 Der Kommissar 24. Februar 2007 um 13:20 Uhr

    Ich hab das jetzt nicht so verstanden, aber heißt das, dass Du keinerlei Kritik – sei sie sachlich oder nicht – hier zulässt, wenn sie nicht deinen meinungsmaßstäben genügt?

  3. 3 Administrator 25. Februar 2007 um 14:01 Uhr

    Es kommt nicht darauf an, ob die Kritik sachlich ist, sondern auf ihren Inhalt.
    Wenn jemand persönliche Beleidigungen schreibt, lösch‘ ich das genau so, als wenn jemand „sachliche“ Kritik an Israel hier veröffentlichen will.
    Es gibt Dinge, über die wird hier nicht diskutiert.

  4. 4 Roman 25. Februar 2007 um 14:30 Uhr

    Stimmt es, dass sich Selent mit rechtsextremen israelischen Siedlern identifiziert, mit dem Wein den Tod von Palästinensern betrinkt und Juden sogar Vorschriften machen will, wie sie sich am Besten zu verhalten haben? Steht so nämlich im sinistra-Forum.

    (ich hoffe das wird jetzt nicht gelöscht, falls doch, wäre es nett, wenn du etwas exakter umreissen könntest, was du hier nicht hören willst)

  5. 5 hahaha 25. Februar 2007 um 22:18 Uhr
  6. 6 Der Kommissar 26. Februar 2007 um 2:19 Uhr

    Wenn jemand persönliche Beleidigungen schreibt, lösch’ ich das genau so, als wenn jemand “sachliche” Kritik an Israel hier veröffentlichen will.

    Du hättest auch einfach „ja“ schreiben können, weil du ja so zugibst, dass Deine Meinung und sonst nichts hier zu stehen hat.

    Wieso sachlich in „“?

  7. 7 Administrator 26. Februar 2007 um 16:14 Uhr

    lieber Roman, ich würde dir vorschlagen das buch selbst zu lesen, anstatt sich über ein überflüssiges internetforum zu informieren.

    @kommissar:
    mein blog will keine „objektive“ oder „sachliche“ Seite sein. ich habe genau geschrieben, was ich lösche, nämlich persönliche Beleidigungen – es sei denn, sie erheitern mich – und Kritik an Israel. Wenn dir das nicht passt, ist es mir egal.
    Was genau eine „Meinung“ sein soll, weiß ich auch nicht genau, ich versteh‘ deinen Einwand also nicht.
    Sachlich steht deswegen in Anführungszeichen, weil eine Kritik nicht sachlich zu sein braucht, um richtig zu sein. Manchmal enthält eine Polemik mehr Wahrheit als eine „sachliche“ Kritik. Und manchmal ist eine „sachliche“ kritik auch völlig unangebracht. Wobei es sich mit der „sachlichen kritik“ ein bisschen so verhält wie mit der „Meinung“: Was genau das sein soll, weiß ich nicht.

  8. 8 Charles Wingate 26. Februar 2007 um 16:37 Uhr

    Mitreden wollen, Roman, aber das Buch von Selent nicht gelesen haben!

  9. 9 Charles Wingate 10. April 2007 um 21:54 Uhr

    Fragen zu stellen, Roman, öffentlich, deren Beantwortung man selber leisten könnte, indem man Selents Buch liest, ist belästigend, dumm. Es zeigt, wie wenig Mühe hier einer aufzuwenden bereit ist, um den Nahostkonflikt zu verstehen.

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