Israel nach dem Libanonkrieg

15.03.2007
19:30
KuNo (Kulturladen Nord, Wurzelbauerstr. 29)
Nürnberg

In dem Vortrag soll den zentralen Fragen nachgegangen werden, die heute in der israelischen Gesellschaft diskutiert werden: Wie kann ein angemessenes Vorgehen gegen den anhaltenden Raketenbeschuß aus dem Gaza-Streifen aussehen und was ist das richtige Verhalten gegenüber dem Fatah-Präsidenten Abbas einerseits und der Hamas andererseits? Was bedeutet für Israel eine Koalition zwischen Fatah und Hamas? Wie wird sich die Situation an der Nordgrenze hinsichtlich der Hisbollah und bezüglich Syriens entwickeln? Wie groß ist die Bedrohung durch den Iran, und in welcher Art und Weise kann gegen diese Bedrohung vorgegangen werden?
Gerade der letzte Punkt ist seit dem Libanon-Krieg im Sommer 2006 in das Zentrum der israelischen Debatte gerückt. Jeder weiß, daß der Krieg der Hisbollah ein Stellvertreterkrieg war. Der Iran hat, zusammen mit Syrien, die Gotteskrieger aufgebaut, finanziert und ausgerüstet. Analysten haben zudem darauf verwiesen, daß der Raketenbeschuß Nordisraels von Syrien aus gesteuert werde. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie mit den djihadistischen Ummasozialisten, also dem islamischen Faschismus und seinen Förderern und Unterstützern, umgegangen werden soll.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, gehört zu der Gruppe Café Critique (www.cafecritique.priv.at) und war Forschungsstipendiat in Tel Aviv. Er ist Herausgeber von „Transformation des Postnazismus. Der deutsch-österreichische Weg zum demokratischen Faschismus“ (ça ira-Verlag 2003) und „Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus“ (ça ira-Verlag 2006) sowie Mitherausgeber von „Spektakel – Kunst – Gesellschaft. Guy Debord und die Situationistische Internationale“ (Verbrecher-Verlag 2006).